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Hope wird präziser: Mehr Signale, bessere Orientierung

Eine gute inhaltliche Passung ist wichtig. Doch sie sagt noch nicht, wie realistisch eine erfolgreiche Kontaktaufnahme oder Zusammenarbeit tatsächlich ist. Genau hier setzt der Hope an. Spheriq hat die Berechnung des Hope-Werts grundlegend weiterentwickelt. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie wir ihn berechnen. 

Wer passende Förderorganisationen recherchiert, kennt die Situation: Zwei Stiftungen können auf den ersten Blick ähnlich interessant wirken. Beide fördern das richtige Thema, beide sind in der passenden Region aktiv und beide adressieren die gesuchte Zielgruppe. 

Trotzdem kann die Ausgangslage völlig unterschiedlich sein. 

Bei der einen Stiftung sind aktuelle Förderungen bekannt, der Gesuchsweg ist klar beschrieben und andere Organisationen berichten von positiven Erfahrungen. Bei der anderen ist wenig über die aktuelle Förderpraxis bekannt oder sie nimmt derzeit gar keine Gesuche entgegen. 

Thematisch können beide passen. Die Aussicht auf einen erfolgreichen nächsten Schritt ist trotzdem nicht dieselbe. 

Genau diese Unterschiede soll Hope besser sichtbar machen. Statt wenige Informationen zu einem groben Gesamtbild zusammenzufassen, berücksichtigt Hope neu verschiedene Signale zu Aktivität, Förderpraxis, Erreichbarkeit und Erfahrungen aus der Community. Das Ergebnis ist eine differenziertere Einschätzung von 0 bis 5 Sternen, die als Orientierung für die nächste Entscheidung taugt.

Zwei Werte, zwei unterschiedliche Fragen

Fit und Hope wurden ursprünglich bewusst als zwei ergänzende Orientierungshilfen entwickelt. Mit der neuen Berechnung wird diese Aufgabenteilung nun noch klarer.

Fit beantwortet die Frage: Passt diese Organisation oder dieses Projekt grundsätzlich zu mir?

Yara Ouertani, Datenqualität & Marketing bei Spheriq

Der Fit bewertet die grundsätzliche Passung: wie gut ist der Match zwischen zwei Organisationen oder zwischen Projekt und Förderorganisation. Dafür werden insbesondere Themenbereiche, Zielgruppen und geografische Wirkungsgebiete miteinander verglichen. 

Hope beantwortet dagegen: Welche Signale sprechen dafür, dass eine Kontaktaufnahme oder Partnerschaft realistisch und erfolgversprechend sein könnte?

Yara Ouertani, Datenqualität & Marketing bei Spheriq

Ganz anders der Hope. Er gibt einen Hinweis darauf, ob sich eine Kontaktaufnahme lohnen könnte, indem er entsprechende Signale auswertet. Dazu gehört vor allem die Erreichbarkeit der Organisation sowie Erfahrungswerte aus der Vergangenheit. Beispielsweise die Frage, ob eine konkrete Förderung in der Vergangenheit bekannt ist oder nicht.  

Neu wird Hope deshalb unabhängig vom Fit berechnet. Ein hoher Fit führt nicht automatisch zu einem hohen Hope  und ein tiefer Fit zieht Hope nicht mehr nach unten.

Das schafft ein differenzierteres Bild. Denn eine Stiftung kann hervorragend zu einem Projekt passen, gleichzeitig aber kaum erreichbar sein oder aktuell keine Gesuche entgegennehmen. Umgekehrt kann eine Organisation sehr aktiv, transparent und gut erreichbar sein, auch wenn sie für das konkrete Projekt inhaltlich nicht die richtige Partnerin ist.

Erst beide Werte zusammen liefern die entscheidende Orientierung. 

Hope bekommt ein breiteres Fundament 

Auch innerhalb von Hope wird genauer unterschieden. Statt Organisationen anhand weniger Kriterien rasch auf dieselbe Stufe einzuordnen, baut der Wert neu auf mehreren gewichteten positiven und negativen Signalen auf. 

Berücksichtigt werden insbesondere: 

  • Aktuelle Aktivität: Ist die Organisation auf Spheriq aktiv und wird ihr Account tatsächlich genutzt?
  • Dokumentierte Förderaktivität: Sind konkrete Förderungen oder bestätigte Finanzierungen bekannt?
  • Klare Gesuchswege: Ist ersichtlich, ob und wie eine Förderorganisation kontaktiert werden möchte?
  • Empfehlungen: Gibt es bestätigte Empfehlungen anderer Akteur:innen?
  • Feedback aus der Community: Positive Erfahrungen wirken sich positiv, negative Erfahrungen entsprechend negativ aus.
  • Qualität und Informationsstand des Profils: Ein beanspruchtes und weiter vervollständigtes Profil schafft zusätzliche Orientierung. Bei Förderorganisationen wird zudem berücksichtigt, ob eine Förderlogik hinterlegt wurde.

Am Ende werden die verschiedenen Signale zu einem Wert zusammengeführt und auf eine Hope-Stufe von 0 bis 5 Sternen gerundet.

Fehlende Informationen sind nicht dasselbe wie schlechte Erfahrungen 

Die neue Berechnung verändert auch die Interpretation eines niedrigen Hope-Werts. 

Wenig Hope bedeutet nicht automatisch, dass andere Organisationen schlechte Erfahrungen gemacht haben. Es kann ebenso bedeuten, dass bisher schlicht zu wenig belastbare Informationen vorhanden sind: keine dokumentierten Förderungen, kaum Feedback, keine Empfehlungen oder ein noch wenig gepflegtes Profil. 

Die Aussagekraft des Hope-Wertes wächst mit der Qualität und Menge der verfügbaren Informationen. So entsteht kein Versprechen auf Erfolg, sondern eine realistische Einordnung der Ausgangslage als Grundlage für eine informierte Entscheidung. 

Ein klarer Gesuchsweg zählt

Besonders relevant für Nonprofits ist die Frage, ob eine Förderorganisation überhaupt Gesuche entgegennehmen möchte.

Deshalb berücksichtigt Hope neu auch, ob eine Stiftung ihren Gesuchsweg klar angegeben hat. Ist ersichtlich, wie ein Gesuch eingereicht oder wie die Organisation diesbezüglich kontaktiert werden soll, ist das ein positives Signal: Für Gesuchstellende gibt es einen konkreten nächsten Schritt. 

Umgekehrt gilt: Gibt eine Förderorganisation ausdrücklich an, keine Gesuche entgegenzunehmen oder nicht bezüglich Förderanfragen kontaktiert werden zu wollen, wird das entsprechend berücksichtigt. Auch diese Information ist wertvoll, weil sie verhindert, dass kostbare Ressourcen für ein aussichtsloses Gesuch eingesetzt werden. 

Auch das ist eine wichtige Form der Orientierung. Denn eine Stiftung kann aktiv sein, spannende Projekte fördern und über ein hervorragend gepflegtes Profil verfügen, aber wenn sie keine unaufgefordert eingereichten Gesuche annimmt, sollte dies bei der Priorisierung einer Förderrecherche trotzdem sichtbar werden.

Hope lebt von einem aktiven Sektor 

Die neue Berechnung zeigt gleichzeitig, warum aktuelle und geteilte Informationen für den gesamten gemeinnützigen Sektor zentral und für alle Beteiligten wertvoll sind. 

Eine dokumentierte Förderung macht tatsächliche Förderpraxis sichtbarer. Eine Empfehlung zeigt, dass eine Zusammenarbeit stattgefunden hat. Konstruktives Feedback ergänzt die formalen Angaben eines Profils um praktische Erfahrungswerte. Eine gepflegte Förderlogik macht verständlicher, wonach eine Stiftung tatsächlich sucht. 

Aus einzelnen Informationen entsteht dadurch nach und nach ein aussagekräftigeres Gesamtbild. 

Davon profitieren beide Seiten: Nonprofits können ihre Recherche besser priorisieren und unnötigen Aufwand reduzieren. Förderorganisationen wiederum können durch klare Angaben besser vermitteln, wie sie arbeiten, welche Anfragen erwünscht sind und wo eine Kontaktaufnahme sinnvoll ist. Somit kriegen Förderorganisationen passendere Gesuche und können ihrerseits den Aufwand ebenfalls minimieren. Anders gesagt: Die Gesuchsflut wird reduziert.  

Bessere Signale statt vermeintlicher Gewissheit 

Fit & Hope sollen auch mit der neuen Berechnung keine Förderentscheidung vorwegnehmen. Eine Partnerschaft lässt sich nicht zuverlässig auf fünf Sterne reduzieren. Persönliche Gespräche, strategische Prioritäten, verfügbare Mittel und der konkrete Zeitpunkt bleiben entscheidend. 

Die Stärke der Werte liegt woanders: Sie verdichten viele einzelne Informationen zu einer ersten Orientierung. 

Mit dem verbesserten Hope wird diese Orientierung präziser. Fit zeigt, wo grundsätzlich eine Passung besteht. Hope zeigt, wo zusätzliche Signale für einen aussichtsreichen nächsten Schritt sprechen

Zwei unterschiedliche Fragen – und damit zwei Werte, die gemeinsam helfen, Zeit und Aufmerksamkeit dort einzusetzen, wo sie am meisten bewirken können. 

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