Sie suchen Förderstiftungen für Ihr Projekt? Mit der Spheriq-Suche finden Sie schnell erste Stiftungen, die zu Ihrem Projekt passen könnten. Jetzt stellt sich die Frage: Welche wirklich geeignet? Und welche fragen Sie zuerst an?
Viele beginnen mit den grossen, bekannten Stiftungen. Diese erhalten Tausende Anfragen, die Konkurrenz ist riesig. Dabei können auch kleinere, weniger bekannte Förderorganisationen, die genau zu Ihrem Projekt passen, interessante Partner sein. Sie sind schwerer zu finden, dafür bewerben sich weniger Organisationen bei ihnen.
In vier Schritten gelangen Sie von der ersten Suche zu einer Shortlist aussichtsreicher Förderpartner.
1. Suchen: mehrere Anläufe statt einer Suche
Eine einzige Suche findet selten alle passenden Stiftungen. Machen Sie deshalb mehrere Suchläufe mit unterschiedlichen Begriffen: für ein Hospiz etwa mit Synonymen wie «Palliative Care» und «Lebensende» und mit übergeordneten Themen wie «Gesundheit». Grenzen Sie jeden Suchlauf mit dem Themenbereich ein. Als Faustregel gilt: höchstens 500 Treffer pro Suchlauf, sonst wird das Sichten unübersichtlich. Ab Starter können Sie zusätzlich nach Wirkungsgebiet, Zielgruppe oder Kanton filtern.
Wie Sie mit Suchoperatoren und Filtern präziser suchen, zeigt der Beitrag Die richtige Stiftung finden – ohne lange zu suchen. Weitere Hinweise finden Sie in den Tipps für gute Suchergebnisse.
2. Treffer sichten: Ihre Longlist
Jetzt gehen Sie die Treffer durch. Schauen Sie sich die gefundenen Stiftungen zunächst nur grob an. Pro Stiftung reicht ein kurzer Blick auf drei Dinge:
- Thema: Passt der Stiftungszweck grundsätzlich zu Ihrem Projekt?
- Region: Fördert die Stiftung dort, wo Ihr Projekt umgesetzt wird?
- Zielgruppe: Gehören die Menschen, die Sie erreichen möchten, zu den möglichen Begünstigten?
Die Frage dabei: Kann das grundsätzlich passen? Bei einer klaren Übereinstimmung oder einer noch offenen Frage nehmen Sie die Stiftung auf Ihre Longlist. Lieber eine zu viel aufnehmen als zu früh streichen. Bei einem eindeutigen Ausschluss können Sie sie weglassen.
Notieren Sie zu jeder Stiftung auf der Longlist kurz:
- Wer: Kontaktangaben und, wenn vorhanden, eine Ansprechperson.
- Warum: Weshalb sie passen könnte.
- Wie: Gesuchsweg und Fristen, soweit schon sichtbar.
So wissen Sie auch in ein paar Wochen noch, warum eine Stiftung auf der Liste steht.
Ab Starter können Sie interessante Organisationen direkt aus der Suche in einer Liste sammeln und Ihre Auswahl später schrittweise ergänzen.
3. Prüfen und auswählen: Ihre Shortlist
Jetzt schauen Sie sich jede Stiftung auf der Longlist genauer an. Vier Fragen helfen dabei:
- Gesuchsweg: Nimmt die Stiftung überhaupt externe Gesuche an? Manche führen nur eigene Projekte durch. Gibt es ein Formular oder Fristen? Ob eine Stiftung unaufgeforderte Gesuche wünscht, steht im Spheriq-Profil, wenn sie es selbst angegeben hat.
- Förderkriterien und Ausschlüsse: Fällt Ihr Projekt unter «Was wir nicht fördern»? Bei grossen Stiftungen zählen die aktuellen Förderschwerpunkte mehr als der allgemeine Stiftungszweck.
- Förderchronik: Hat die Stiftung schon ähnliche Organisationen oder Projekte unterstützt?
- Förderbeträge: Passt die übliche Summe zu Ihrem Bedarf? Manche Stiftungen vergeben 2’000 CHF, andere 200’000.
Viele kleinere Stiftungen haben keine eigene Website. Dann ist das Profil auf Spheriq Ihre wichtigste Grundlage.
Nun geht es um zwei zentrale Einschätzungen:Wie gut passt die Stiftung zu Ihrem Projekt?
- Wie realistisch ist eine Förderung?
Ab Pro unterstützen Sie dabei die Werte «Fit» und «Hope». Sie liefern eine Einschätzung der thematischen Passung und der Förderaussichten. Die Ergebnisse helfen bei der Priorisierung, ersetzen aber nicht Ihre eigene Prüfung.
Teilen Sie die Stiftungen in A, B und C ein:
- A – Besonders aussichtsreich: Gute Passung, keine erkennbaren Ausschlüsse und ein geeigneter Gesuchsweg.
- B – Interessant: Grundsätzlich passend, aber wichtige Fragen sind noch offen.
- C – Backup: Deutlich geringere Passung oder ungünstige Rahmenbedingungen.
Eine Frage hilft bei der Entscheidung: Würde ich unser Projekt fördern, wenn ich diese Stiftung wäre?
Ihre Shortlist umfasst 5 bis 10 Stiftungen: in erster Linie Gruppe A, bei Bedarf ergänzt mit den stärksten aus Gruppe B. Mit ihnen nehmen Sie Kontakt auf oder reichen ein Gesuch ein.
4. Kontakt aufnehmen: dort, wo es möglich und sinnvoll ist
Nicht jede Stiftung möchte vor der Gesuchstellung kontaktiert werden. Ob ein Kontakt vor dem Gesuch sinnvoll ist, hängt davon ab, wie die Stiftung organisiert ist:
- Mit Geschäftsstelle: Sie erkennen sie an einer eigenen Website mit Förderrichtlinien. Die Geschäftsstelle gibt meist gerne Auskunft, ein kurzer Anruf oder eine E-Mail lohnt sich.
- Ohne Geschäftsstelle: Kleine Stiftungen oder solche, die ein Treuhänder verwaltet, haben oft keine Website und keine Ansprechperson. Hier schicken Sie direkt ein vollständiges Gesuch per Post.
Wenn eine Stiftung angibt, dass sie keinen Kontakt wünscht, halten Sie sich am besten daran.
Für den Kontakt gilt: kurz und konkret. Beschreiben Sie Ihr Vorhaben, den vorgesehenen Förderbedarf und die Frage, die Sie vor einer Gesuchstellung klären möchten. Nennen Sie immer eine konkrete Summe. Wie Sie daraus ein überzeugendes Gesuch machen, erklärt Anne Oesterlin im Beitrag «Was ein gutes Gesuch ausmacht».
Notieren Sie nach jedem Kontakt, was Sie erfahren haben und was als Nächstes kommt. Mit dem Spheriq-Kontaktmanagement bleiben diese Informationen direkt mit der jeweiligen Förderorganisation verknüpft. Ab Stufe Pro werden Sie zudem mit Remindern unterstützt, damit wichtige nächste Schritte nicht untergehen.
Und wenn aus der ersten Runde nicht genug zusammenkommt: Holen Sie die Longlist wieder hervor und stellen Sie die nächste Shortlist zusammen.
Aus der Praxis: Hospiz Oberwallis HOPE
Caroline Walker Miano, Geschäftsleiterin des Hospiz Oberwallis HOPE, hat ihre Förderpartner gezielt recherchiert.
Mit Suchbegriffen wie «Palliative Care» und «Lebensende» identifizierte sie mögliche Förderstiftungen. Anschliessend prüfte sie die Profile auf Zweck, Förderkriterien und Ausschlüsse. Statt Massenaussendungen bereitete sie individuelle Dossiers vor. So hat sie rund 15 Stiftungen identifiziert und kontaktiert. Zusammengekommen sind rund CHF 300’000.
Ihr wichtigstes Learning: Mit einem konkreten Betrag steigen die Chancen auf grössere Beiträge.
Ganze Case Study lesen
Checkliste: Ist Ihre Shortlist bereit?
Bevor Sie die ersten Stiftungen kontaktieren oder Gesuche vorbereiten, prüfen Sie:
- Habe ich mit unterschiedlichen Suchbegriffen und passenden Filtern recherchiert?
- Passen die ausgewählten Stiftungen grundsätzlich zu Thema, Region und Zielgruppe meines Projekts?
- Habe ich aktuelle Förderkriterien, Ausschlüsse und Gesuchswege geprüft?
- Kann ich begründen, warum ich gerade diese Stiftungen priorisiere?
- Habe ich meine ersten fünf bis zehn Förderpartner ausgewählt und die wichtigsten Informationen festgehalten?
- Weiss ich für jede Stiftung, ob eine Voranfrage oder eine direkte Gesuchstellung der nächste Schritt ist?
Loslegen
Beginnen Sie jetzt mit Ihrer Longlist.
Öffnen Sie die Suche, starten Sie einen Suchlauf und sammeln Sie die Organisationen, die grundsätzlich zu Ihrem Vorhaben passen.
Mit Spheriq Starter sehen Sie alle Treffer, nutzen alle Filter wie Wirkungsgebiet, Zielgruppen oder Kanton und führen Ihre Longlist direkt als Liste auf Spheriq.
Die Funktionen der Suche zeigen wir Ihnen live im kostenlosen Webinar Einführung Recherche.
Am eigenen Projekt üben: Im Online-Workshop Stiftungsrecherche gehen Sie alle Schritte mit Ihrem eigenen Vorhaben durch, von der Eigenanalyse über die Suchstrategie bis zur bewerteten Shortlist, und erhalten persönliches Feedback.

