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Aufmerksamkeit schwindet, Vernetzung gewinnt

Die Informationsflut wächst, die Aufmerksamkeit sinkt und klassische Medien verlieren an Bedeutung. Der PR-Trendmonitor 2026 zeigt, wie schwierig es geworden ist, mit Botschaften die gewünschten Zielgruppen zu erreichen. Gerade Stiftungen und Nonprofits stehen vor der Herausforderung, ihre Anliegen trotzdem sichtbar zu machen.

56 Prozent der befragten Kommunikationsprofis aus Deutschland und der Schweiz sehen in der Informationsflut und sinkenden Aufmerksamkeit die grösste Einschränkung ihrer Einflussmöglichkeiten. Das zeigt der aktuelle PR-Trendmonitor der dpa-Tochter news aktuell und P.E.R. Agency. 46 Prozent nennen den Bedeutungsverlust klassischer Medien, 30 Prozent den generellen Vertrauensverlust in Medien und PR. Die Ergebnisse machen klar, wie schwierig es heute geworden ist, mit Botschaften zu überzeugen.

Gesellschaftliche Relevanz garantiert noch keine Aufmerksamkeit

Für Stiftungen und Nonprofits stellt diese Entwicklung eine besondere Herausforderung dar. Sie müssen komplexe gesellschaftliche Anliegen vermitteln, Unterstützer:innen gewinnen und ihre Wirkung sichtbar machen. Doch selbst wichtige und aktuelle Themen finden nicht mehr automatisch Gehör. Gerade kleinere Organisationen verfügen zudem oft nur über begrenzte zeitliche und finanzielle Ressourcen für ihre Kommunikation.

Gleichzeitig verändern Social-Media-Algorithmen, fragmentierte Zielgruppen und KI-generierte Zusammenfassungen die Informationsvermittlung grundlegend. Und mit Folgen: Organisationen können immer weniger selbst bestimmen, wo und in welchem Kontext ihre Inhalte wahrgenommen werden.

Gute Geschichten statt mehr Inhalte?

Wenn Aufmerksamkeit knapp wird, rückt die Qualität der Kommunikation stärker in den Fokus. Denn Reichweite allein sagt wenig über die tatsächliche Wirkung aus. Eine Kampagne kann tausende Menschen erreichen, ohne deren Einstellungen zu verändern. Umgekehrt kann ein gezielter Dialog mit wenigen Akteur:innen den Anstoss für wichtige Partnerschaften ermöglichen.

Storytelling kann dazu beitragen, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und gesellschaftliche Veränderungen anhand konkreter authentischer Beispiele aufzuzeigen. Gerade für gemeinnützige Organisationen bietet es die Möglichkeit, ihr Engagement nachvollziehbar zu vermitteln. Entscheidend sind glaubwürdige Geschichten, Transparenz und ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe mit den Menschen, über die berichtet wird. Vernetzung allein löst zwar nicht das Problem sinkender Aufmerksamkeit. Aus unserer Erfahrung bei Spheriq zeigt sich jedoch, wie wertvoll der Austausch über Organisationsgrenzen hinweg sein kann. Unterschiedliche Perspektiven und geteiltes Erfahrungswissen helfen, Informationen einzuordnen, neue Impulse zu gewinnen und die eigene Kommunikationsarbeit gezielt weiterzuentwickeln.

Vernetzung schafft Orientierung

Die Ergebnisse des PR-Trendmonitors werfen auch eine grundsätzliche Frage auf: Braucht es tatsächlich mehr Inhalte oder vielmehr gezieltere Möglichkeiten, Informationen einzuordnen und Wissen zu teilen?

Im gemeinnützigen Sektor beschäftigen unterschiedliche Organisationen ähnliche Herausforderungen:

  • Wie erreichen wir unterschiedliche Zielgruppen?
  • Welche Kommunikationsformate schaffen Vertrauen?
  • Wie lässt sich künstliche Intelligenz sinnvoll einsetzen?
  • Und woran erkennen wir, ob unsere Kommunikation wirkt?

Der Austausch über Organisationsgrenzen hinweg kann helfen, Erfahrungen zu bündeln, Best-Practice Ansätze weiterzugeben und neue Perspektiven zu gewinnen. Besonders für kleinere Organisationen eröffnet dies die Möglichkeit, von Wissen und Kompetenzen zu profitieren, die intern nicht immer vorhanden sind.

Vernetzung allein löst zwar nicht das Problem sinkender Aufmerksamkeit. Sie kann jedoch dazu beitragen, Informationen besser einzuordnen und Kommunikationsstrategien gezielter weiterzuentwickeln.

In einer Welt voller Informationen wird Orientierung zunehmend wertvoll. Für Stiftungen und Nonprofits könnte deshalb weniger die Menge der verbreiteten Inhalte entscheidend sein als deren Relevanz und die Qualität des Austauschs.

Vernetzt und informiert bleiben

Was bewegt Sie? Welche Botschaften möchten Sie vermitteln, welche Themen vertiefen? Wo möchten Sie Erfahrungen teilen, sich vernetzen und gemeinsam etwas bewegen?

Die Spheriq Trendnetzwerke bieten Interessierten aus Stiftungen, Nonprofits und dem weiteren gemeinnützigen Sektor Raum, um aktuelle Brennpunkte zu diskutieren, Wissen und Erfahrungen auszutauschen, neue Perspektiven zu gewinnen und sich aktiv einzubringen.

Wer sich regelmässig über Entwicklungen und Trends in der Schweizer Philanthropie informieren möchte, findet im Spheriq Update eine kuratierte Auswahl an aktuellen Nachrichten, fundierten Vertiefungsbeiträgen sowie Einblicken in neue Organisationen, Projekte, Weiterbildungsangebote und weitere Neuigkeiten von der Plattform. Der Newsletter erscheint wahlweise wöchentlich oder monatlich. (Spheriq Update kostenlos abonnieren)

Quelle: PR-Trendmonitor 2026 von news aktuell und P.E.R. Agency. Online-Befragung von 302 Kommunikationsprofis aus Deutschland und der Schweiz im Februar 2026. Die Ergebnisse beziehen sich auf die professionelle Kommunikation insgesamt und sind nicht spezifisch für den gemeinnützigen Sektor erhoben worden.

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