Das Kinderdorf Pestalozzi erhielt am vergangenen Samstag den Allianz Lifetime Award. Ausgezeichnet wurde die Stiftung für ihr langfristiges Engagement für Chancengleichheit.
Am vergangenen Samstag fand im Berner Münster die Award Night von Swiss Diversity statt. Zehn Preise wurden vergeben. Als letzte Auszeichnung des Abends durfte die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi den Allianz Lifetime Award entgegennehmen.
Hans-Peter Nehmer, Chief Communication Officer der Allianz Suisse, übergab den Preis an die Stiftung. Neben Geschäftsführer Martin Bachofer und Stiftungspräsidentin Rosmarie Quadranti war mit Kumar Basappa auch ein ehemaliger Bewohner des Dorfes bei der Preisverleihung auf der Bühne dabei. Vor über 50 Jahren kam er ins Kinderdorf in der Schweiz. Er erzählte von seinem ersten Eindruck bei seiner Ankunft in der Schweiz. In Erinnerung geblieben ist ihm die Kälte, die er zuvor nicht gekannt hatte.
Das Kinderdorf Pestalozzi erhält den Preis für «ein aussergewöhnliches und langfristiges Engagement im Zeichen von Vielfalt, Chancengleichheit und gesellschaftlicher Teilhabe», wie es in der Begründung heisst.
Gegründet unmittelbar nach dem Krieg
Der Preis kommt für die Stiftung im Jubiläumsjahr: Sie feiert dieses Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Gegründet wurde sie unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Am 28. April 1946 fand die Grundsteinlegung in Trogen statt. «D’Stobe isch parat», rief die Trogener Schülerin Ursula Lutz an der Grundsteinlegung den Kindern ohne Eltern zu. Sie sollten ins Kinderdorf kommen.
Die ersten Kinder kamen aus vom Krieg betroffenen Ländern Europas. Hier lernten die Kinder aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam, dass Konflikte auch friedlich gelöst werden können, sagte Martin Bachofer anlässlich der Preisverleihung im Berner Münster.

