In der Nacht auf Montag ist Klaus-Michael Kühne verstorben. Der erfolgreiche Unternehmer nutzte Erfolg, um mit der Kühne-Stiftung gesellschaftliche Projekte zu realisieren.
«Ohne sein Engagement, seinen Handlungswillen und seinen Mut stünde die Kühne-Stiftung heute nicht dort, wo sie steht», schreibt die Kühne Stiftung zum Tod des Gründers. Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. 1937 in Hamburg geboren, trat er 1958 ins Familienunternehmen ein. Kühne war nie nur Unternehmer, er sah den Erfolg immer auch mit gesellschaftlicher Verantwortung verknüpft und gründete schon vor 50 Jahren die Kühne-Stiftung. Diese gehörte bereits vor seinem Tod zu den grössten Stiftungen Europas. Sie ist international ausgerichtet und beschäftigt 800 Mitarbeitende. Die Kühne-Stiftung arbeitet in den Schwerpunkten Logistik, Klima, Medizin und Kultur. Sie ist operativ tätig und realisiert eigene Projekte und Programme. Zudem fördert sie Opern- und Konzerthäuser. Die Stiftung bezeichnet sich selbst als Schweizer Stiftung mit Sitz in Schindellegi, «mit deutschen Wurzeln und globaler Ausrichtung.» Die Verbundenheit Klaus-Michael Kühnes insbesondere mit Hamburg prägte auch die Stiftung.
2026 weist die Stiftung Stiftungmittel von 65 Millionen Franken aus. Inklusive Drittmitteleinnahmen beträgt das Gesamtbudget 135 Millionen Franken. Das Ehepaar Kühne hat keine Kinder. Das Vermögen Klaus-Michael Kühnes wird an die Stiftung gehen. Es wird je nach Quelle auf 23 bis 40 Milliarden Euro geschätzt. Die Stiftung schreibt dazu « Dass das gesamte Vermögen des Stifters in die Stiftung fliessen wird, ermöglicht ihr perspektivisch weiteres Wachstum und gibt ihr die Chance, sich in den kommenden Jahren zu einer der bedeutendsten Stiftungen in Europa zu entwickeln.»
Elf Stiftungsräte überwachen die Arbeiten der Stiftung. Vor zwei Jahren sprach The Philanthropist mit Jörg Dräger, dem geschäftsführenden Stiftungsrat der Kühne-Stiftung.
Bild: zVg Kühne-Stiftung
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