Die Geschichte der progressiven Philanthropie in den USA, die David Callahan in seinem Artikel im Magazin Nonprofit Quarterly NPQ erzählt, ist für die Schweiz interessant. Der Artikel zeigt auf, wie trotz kulturell unterschiedlicher Gesellschaften gewisse Fragestellungen dieselben sind.
David Callahan beleuchtet im Artikel «‹Veränderung statt Wohltätigkeit›: Der Aufstieg der progressiven Philanthropie» philanthropische Engagements, die gesellschaftliche Veränderungen bewirken wollen. Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden in den USA Stiftungen und Förderorganisationen, die soziale Bewegungen finanzierten – von Bürgerrechts- und Frauenrechtsorganisationen über Gewerkschaften bis hin zu Umwelt- und Minderheitenorganisationen. Bemerkenswert dabei ist, dass sich liberale progressive Philanthrop:innen mit ihren Engagements gegen ihre eigene Herkunft stellen. Die Gelder, oft geerbt, stammen aus Unternehmen, die die US-Wirtschaft massgeblich prägten. So nennt Callahan Stewart Rawlings Mott als Beispiel. Sein Vater war lange grösster Anteilseigner von General Motors. Stewart Rawlings Mott engagierte sich in den 70ern gegen den Vietnamkrieg und kritisierte General Motors, weil sich das Unternehmen nicht klar gegen den Krieg positioniert hatte.
Spaltung der Gesellschaft
Das philanthropische Engagement in den USA zeichnet sich durch den Fokus auf Personen und die öffentliche Präsenz aus. Die Namen von Spender:innen sind nicht nur bei Bibliotheken und Gesundheitseinrichtungen auf kleinen Tafeln präsent. Auch politisch sind die Philanthrop:innen positioniert. Im Kampf um die Macht sehen sich Spender aus dem linken Spektrum wie George Soros rechten Tech-Oligarchen oder dem Koch-Netzwerk gegenüber. Die Spaltung der Gesellschaft, wie sie heute in der Politik in den USA stark präsent ist, stellt Callahan auch bei den Philanthrop:innen fest.
Die Vermögen der Philanthrop:innen sind in den USA teils wesentlich grösser als das philanthropisch eingesetzte Kapital in der Schweiz. Aber auch hier verfügen Stiftungen über beträchtliche Ressourcen und finanzieren längst nicht nur klassische Wohltätigkeit. Sie engagieren sich für Bildung, soziale Integration, Kultur, Umwelt, Menschenrechte oder bei gesellschaftlichen Innovationen. Die Schweizer Stiftungslandschaft ist historisch gesehen jedoch stärker von einer zurückhaltenden, an der Gemeinnützigkeit orientierten und institutionellen Philanthropie geprägt. Politischer Aktivismus und die gezielte Finanzierung sozialer Bewegungen spielen eine vergleichsweise kleinere Rolle.
Bei allen Unterschieden: Eine Fragestellung, die für das Engagement in den USA von Bedeutung ist, gilt ebenso für den Schweizer Philanthropie-Sektor. Wenige privilegierte Gruppen entscheiden bei den Engagements für soziale Gerechtigkeit und Umverteilung darüber, welche Projekte und Ideen realisiert werden. Wie lässt sich dies ändern, damit Philanthropie nicht für die Menschen ist, sondern gemeinsam mit den Menschen geschieht? Nicht nur die Wirkung des Geldes wäre dann entscheidend, sondern auch die Verteilung von Entscheidungsmacht.
«Veränderung statt Wohltätigkeit»: Der Aufstieg der progressiven Philanthropie
Autor: David Callahan
👉 Der Artikel ist ursprünglich erschienen im Nonprofit Quarterly (NPQ). Zum Originalartikel in Englisch
Die USA erlebten in den vergangenen 250 Jahren ihrer Geschichte eine Reihe epischer Kämpfe, um unsere Nation dazu zu bewegen, ihren Gründungsidealen gerecht zu werden. Viele der Hauptakteure in diesem langen Kampf sind allgemein bekannt: Sklavereigegner, Frauenrechtlerinnen, Gewerkschaftsführer, Bürgerrechtsaktivisten und andere.
Weniger bekannt sind die wohlhabenden Förderer, die soziale Bewegungen immer wieder entscheidend unterstützt haben.
Ein Teil dieser Geschichte hat kürzlich mit der Veröffentlichung des Buches «The Radical Fund» von John Fabian Witt neue Aufmerksamkeit erlangt. Das Werk erzählt die Geschichte einer kleinen Stiftung. Gegründet von einem wohlhabenden Erben Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Stiftung trieb die Arbeit für soziale Gerechtigkeit und die gewerkschaftliche Organisation voran. Der Garland Fund war die erste Förderstiftung dieser Art. In den folgenden Jahrzehnten riefen zahlreiche wohlhabende Progressive weitere dieser Stiftungen ins Leben, um den sozialen Wandel voranzutreiben.
Die entscheidende Rolle dieser Eliten bei der Prägung der amerikanischen Geschichte lässt sich nur schwer in traditionelle Kategorien der politischen Analyse einordnen. Die Reichen werden von progressiven Kommentatoren regelmässig als Gegner der Gleichheit dargestellt. Diese Strömung ist besonders heute stark, inmitten einer neuen Welle des Linkspopulismus.
Ein differenzierterer Blick auf die US-Geschichte zeigt jedoch, dass die wohlhabenden Eliten seit den Anfängen der Republik gespalten waren. Zur wohlhabendsten Oberschicht gehörten schon immer sowohl konservative Reaktionäre als auch liberale Reformer und sogar einige Radikale. Heute sind diese Spaltungen deutlicher denn je. Milliardenschwere Grossspender der Linken wie George Soros engagieren sich im Kampf um die Macht gegen rechte Tech-Oligarchen und das stets aktive Koch-Netzwerk.
Die Familie Soros mag zwar der bekannteste Förderer progressiver Anliegen sein, doch sie ist bei weitem nicht die einzige. Das Netzwerk linker Förderer, die von lebenden Spendern unterstützt werden, ist grösser und einflussreicher denn je. Dazu gehören Stiftungen mit einem Vermögen von mehreren Milliarden Dollar wie die von Barbara Picower gegründete «Freedom Together Foundation» sowie weniger bekannte, aber sehr finanzkräftige Förderinstitution, darunter die «Foundation for a Just Society», die von einem Erben des Hedgefonds-Vermögens von Jim Simons unterstützt wird, die von Regan Pritzker gegründete «Kataly Foundation» und viele andere.
Altes Geld, neue Politik
Dieses Ökosystem wächst seit Jahrzehnten stetig. Seit den 1970er Jahren lässt sich in der Geschichte gut nachvollziehen, wie wohlhabende Progressive die US-Politik mitgeprägt haben. In diesen Jahren schlossen sich wohlhabende Erben in einem losen Netzwerk zusammen, um gemeinnützige Organisationen wie die Tides Foundation, die Liberty Hill Foundation, den Bread and Roses Community Fund und die North Star Foundation zu gründen. Viele dieser Erben stammten aus Familien, die ikonische amerikanische Unternehmen aufgebaut hatten. Ich habe ihren Weg zum progressiven Aktivismus und zur Philanthropie in meinem Buch «Fortunes of Change» von 2010 beschrieben.
Stewart Rawlings Mott gehörte zu den bekanntesten liberalen Erben jener Zeit. Mott war der Sohn von Charles Stewart Mott. Dieser war viele Jahre lang der grösste Anteilseigner von General Motors. Nach seinem Abschluss an der Columbia University im Jahr 1961 sorgte Stewart erstmals für eine Kontroverse: Er kehrte nach Flint in Michigan zurück und gründete dort eine Beratungsstelle von Planned Parenthood für Geburtenkontrolle. Bald darauf geriet er in Konflikt mit seinem Vater, als er versuchte, die Familienstiftung, die Charles Stewart Mott Foundation, in eine liberalere Richtung zu lenken.
1966 verliess er Flint und zog nach New York City. Hier lebte er zunächst auf einer chinesischen Dschunke auf dem Hudson River. Schliesslich kaufte er sich ein Penthouse in Manhattan. Er gründete seine eigene Stiftung und erregte durch sein Engagement für linke Anliegen und seinen extravaganten Lebensstil grosses Aufsehen. Er gehörte zu den wichtigsten Finanziers der Antikriegskandidatur von Eugene McCarthy im Jahr 1968 und trat bei einer Jahreshauptversammlung von General Motors auf, um das Unternehmen dafür zu kritisieren, dass es sich nicht gegen den Vietnamkrieg aussprach. Im Jahr 1972 zählte Mott dank seiner Spende in Höhe von 400’000 Dollar für die McGovern-Kampagne zu den grössten politischen Spendern des Landes (was ihm einen Platz auf der Feindesliste von Präsident Richard Nixon einbrachte, mit dem Vermerk «Nichts als grosses Geld für radikal-liberale Kandidaten»).
Über seine Organisation «People’s Politics» unterstützte Mott progressive Arbeit in den Bereichen Frauenrechte, Rassengleichheit, Bürgerrecht und gute Regierungsführung. Im Zuge des Vietnamkriegs konzentrierte er sich auf die Reform des Pentagons, indem er das «Project on Military Procurement» und das «Center for Defense Information» finanziell unterstützte. Mott gründete ausserdem den «Fund for Constitutional Government», eine Gruppe, die sich für mehr Rechenschaftspflicht in Washington einsetzt. Sie ist bis heute aktiv.
Mott war so ziemlich der beste reiche Freund, den sich liberale Aktivisten nur wünschen konnten. Als er 2008 starb, bemerkte Ralph Nader – der ehemalige Erzfeind von General Motors und häufiger Nutzniesser von Motts Grosszügigkeit –, dass Mott «so ziemlich der vielseitigste und einfallsreichste Philanthrop seiner Zeit» gewesen sei. Was Nader an Mott am meisten bewunderte, war, dass er ein «Pionier» war und die Grenzen der liberalen Philanthropie erweiterte, indem er bereit war, sich Themen anzunehmen, an die sich die grossen Stiftungen noch nicht heranwagen wollten (Mott leitete ausserdem eine kleine Familienstiftung, deren Mittel bis 2022 aufgebraucht waren und die dann geschlossen wurde.)
George Pillsbury war eine weitere Schlüsselfigur in den wohlhabenden liberalen Kreisen dieser Zeit. Pillsburys Name war sogar noch bekannter als der von Mott, obwohl Pillsbury bei weitem nicht so reich war. Mehlpackungen mit seinem Namen standen in vielen US-Haushalten. Er erbte 400’000 Dollar, während er noch in Yale studierte. Umgehend beschloss er, fast den gesamten Betrag für linke Zwecke zu spenden. «Meiner Ansicht nach», sagte er später, «hätte dieses Geld im Laufe der Jahre rechtmässig den Mitarbeitern der Pillsbury Corporation zugutekommen sollen. Aber es wurde abgezweigt und landete in Treuhandfonds für Menschen wie mich. Ich hatte das Gefühl, dass es nicht mein Geld war.»
Im Laufe der Zeit kreuzten sich Pillsburys Wege mit denen anderer junger Treuhandfonds-Erben – darunter Mark Dayton, Erbe eines Kaufhausvermögens, den er schon seit seiner Kindheit kannte. «Wir alle wurden von den sozialen Bewegungen jener Zeit mitgerissen», sagte Pillsbury. «Es war schwer, von dem, was vor sich ging, unberührt zu bleiben.» Besonders beeinflusst wurde er von Obie Benz, dem Erben des Vermögens des Automobilkonzerns Daimler-Benz sowie des Sunbeam-Brot-Vermögens.
Nach seinem Abschluss in Middlebury zog Benz nach San Francisco. Hier gründete er 1972 die «Vanguard Public Foundation». Diese sammelte Gelder von wohlhabenden jungen Menschen, um innovative Formen des Aktivismus und direkte Hilfsangebote für arme und marginalisierte Gruppen zu finanzieren. Pillsbury fand dieses Modell inspirierend und beschloss, sein Netzwerk zu nutzen, um eine ähnliche Durchleitungsstiftung zu gründen.
So entstand 1974 der Haymarket People’s Fund, der zunächst von Pillsbury und einem halben Dutzend wohlhabender Spender finanziert wurde. Bis 1977 hatte sich Haymarket zu einer wichtigen Geldquelle für aktivistische Organisationen entwickelt und in jenem Jahr fast 300’000 Dollar an 110 Gruppen weitergeleitet.
«Veränderung statt Wohltätigkeit»
Die Gründung der Vanguard Public Foundation und des Haymarket People’s Fund schuf unter liberal gesinnten Erben ein Gefühl von Sinnhaftigkeit und Zugehörigkeit. «Es war eine sehr schwere Zeit, als wohlhabende Person in den Zwanzigern zu leben», erinnerte sich Alida Rockefeller Messinger, als ich sie 2009 für mein Buch interviewte. «Unsere Altersgenossen sprachen sich gegen Reichtum und unsere Herkunft aus.»
Messinger – die Tochter von John D. Rockefeller III. – schloss sich Vanguard an und wurde eine der ersten Mitarbeiterinnen. «Für eine junge Person war das eine unglaubliche Lernerfahrung. Es war wie eine Art Trainingslager für Philanthropie.» Anschliessend engagierte sie sich in der Organisation anderer Erben und bewegte sich damit in einem der exklusivsten Kreise der liberalen Politik. «Wir waren alle Anfang zwanzig und verfügten über geerbtes Vermögen», sagte sie. «Das wurde zum Kern einer Gruppe von Menschen, die im Laufe der Jahre wuchs und sich weiterentwickelte.»
Die wachsende Bewegung junger, wohlhabender Spender, die sich für «Veränderung statt Wohltätigkeit» einsetzten, führte Ende der 1970er Jahre zur Gründung weiterer Durchleitungsstiftungen: der Liberty Hill Foundation in Los Angeles (gegründet von Georges Schwester Sarah Pillsbury) und des North Star Fund in New York, der vom Zeitungserben Toby D’Oench mitbegründet wurde.
1979 gründeten George Pillsbury und andere eine Dachorganisation, die Funding Exchange (FEX), die all diese Gruppen umfasste. Bis 2009 umfasste die Funding Exchange fünfzehn Stiftungen und eine nationale Geschäftsstelle. Gemeinsam leiteten sie jährlich 15 Millionen Dollar an progressive Gruppen weiter. Im Laufe der Jahre war die Funding Exchange immer wieder die «Erste vor Ort», wenn es darum ging, Anliegen zu unterstützen, die für Mainstream-Stiftungen zu radikal waren, wie zum Beispiel Globalisierungsgegner, die Bewegung für existenzsichernde Löhne, die Rechte von Schwulen und Lesben sowie Umweltgerechtigkeitsinitiativen armer Gemeinden. (Die FEX stellte 2018 ihren Betrieb ein, doch viele ihrer ursprünglichen Mitglieder sind nach wie vor aktiv.)
Eine wachsende Welle progressiver Spenden
Während das «Funding Exchange»-Netzwerk in den 1980er- und 1990er-Jahren wuchs, entstand in San Francisco ein weitaus grösseres Netzwerk für progressive Förderungen: die Tides Foundation.
Tides wurde 1976 von Drummond Pike gegründet, dem Sohn eines kalifornischen Investmentbankers, der 1970 als stellvertretender Direktor des «Youth Project» in Washington mit einer Gruppe engagierter Erben in Kontakt gekommen war. Das «Youth Project» war aus dem «Center for Community Change» hervorgegangen und wurde ins Leben gerufen, um Gelder von jungen, vermögenden Spendern an progressive Gruppen weiterzuleiten, die für sozialen Wandel kämpften.
Zu den Geldgebern gehörte Alan S. Davis, der Sohn des Versicherungsmagnaten Leonard Davis, der Pike später für die Leitung seiner Shalan Foundation gewann. Kurz nachdem Pike diese Stelle angetreten hatte, wandte sich ein wohlhabendes junges Ehepaar aus New Mexico an ihn, das anonym an Organisationen für soziale Gerechtigkeit spenden wollte und eine Stiftung benötigte, die sein Geld verwaltete. Um ihnen zu helfen, gründete Pike die Tides Foundation in Zusammenarbeit mit Jane Bagley Lehman, einer in Greenwich geborenen Erbin des R. J. Reynolds-Tabakvermögens.
Tides entwickelte sich rasch zum führenden Durchleitungsfonds für wohlhabende Liberale an der Westküste, die keine eigenen Familienstiftungen gründen wollten. Bis 2009 verwaltete Tides jährlich 75 Millionen Dollar für vermögende Spender, wovon ein Grossteil in Projekte für sozialen Wandel floss, die sich mit Themen wie den Rechten asiatisch-amerikanischer Bürger, der globalen Erwärmung und der Jugendjustiz befassten. Im Jahr 2024 vergab die Organisation Fördermittel in Höhe von 442 Millionen Dollar.
Macht aufbauen
Die wohlhabenden linken Erben der 60er-Jahre-Generation trugen dazu bei, eine Finanzierungsmaschinerie aufzubauen, die den Aktivismus in den Vereinigten Staaten veränderte und eine Vielzahl von Gruppen für sozialen Wandel förderte, die es andernfalls vielleicht gar nicht gäbe. Doch diese Spenden erwiesen sich lediglich als Aufwärmübung für die weitaus umfangreichere progressive Philanthropie, die wir in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten entstehen sahen.
Neben den grossen progressiven Stiftungen trägt eine wachsende Zahl von Vermittlungsorganisationen dazu bei, Gelder von wohlhabenden Spendern, die sich für sozialen Wandel engagieren, weiterzuleiten, darunter das Solidaire Network, Borealis Philanthropy und der Proteus Fund.
Hier zeigen sich einige bemerkenswerte Widersprüche. Im Namen der Umverteilung von Reichtum und Macht entscheidet oft eine winzige Gruppe der privilegiertesten Mitglieder der US-Gesellschaft darüber, welche Gruppen für soziale Gerechtigkeit – und welche Anliegen – gedeihen und welche verkümmern. Die Auseinandersetzung mit diesem Widerspruch gehörte zu den Kernzielen der Mitglieder des «Funding Exchange», der Strukturen zur Machtteilung mit Führungskräften aus den Gemeinden schuf, wie beispielsweise die «Community Funding Committees» von North Star. Seitdem hat eine lange Liste progressiver Geldgeber daran gearbeitet, mehr Macht an die Förderempfänger zu übertragen,mit unterschiedlichem Erfolg.
Dennoch geht es hier im Grossen und Ganzen um die Komplexität von Klasse und Macht in der amerikanischen Geschichte. Die lange Geschichte der progressiven Philanthropie und ihre starke Beschleunigung in den letzten Jahren stellen gängige Erzählungen darüber in Frage, wer im Kampf um die Verwirklichung des amerikanischen Versprechens für oder gegen sozialen Fortschritt gestanden hat.
Nichts davon bedeutet, dass das Vorhandensein riesiger Vermögen und extremer Ungleichheit akzeptabel ist. Doch diese Geschichte zeigt, wie ungewöhnliche Akteure und unerwartete Verbündete eine entscheidende Rolle im Kampf für eine gerechtere Gesellschaft spielen können.

