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Mehr Vermögen und Fokus auf die Wirkung

Das Vermögen der Stiftungen in der Schweiz ist auf 160 Milliarden Franken gestiegen, wie aktuelle Zahlen des Stiftungsreports 2026 zeigen. Um ihre Wirkung zu erhöhen, setzen Stiftungen verstärkt auf strategische Partnerschaften.

Der Schweizer Stiftungssektor wächst. Ende 2025 gab es in der Schweiz gemäss des soeben publizierten Stiftungsreports 2026 insgesamt 13’984 Stiftungen. Davon sind 202 in Liquidation. Somit bleiben 13’782 Stiftungen aktiv. 2025 verzeichnete der Sektor einen Nettozuwachs von 72 Stiftungen. 325 Stiftungen wurden im vergangenen Jahr neu gegründet und 253 liquidiert. Zugenommen hat auch das Vermögen der Stiftungen. Zum vierten Mal seit 2012 hat das Center for Philanthropy Studies (CEPS) bei der nationalen und den kantonalen Aufsichtsbehörden eine Umfrage zu den Vermögen durchgeführt. Mit knapp 160 Milliarden Franken liegt dieses rund 20 Milliarden Franken über dem Wert von 2022 und ist mehr als doppelt so gross wie bei der ersten Erhebung 2012. Damals belief sich das Vermögen auf 70 Milliarden Franken.

Die Hälfte wirkt regional und lokal

Bei der regionalen Stiftungskarte bleibt Zürich der Kanton mit den meisten Stiftungen. 2218 haben hier ihren Sitz. Mit 38 Stiftungen sind im Kanton Appenzell Innerhoden am wenigsten Stiftungen beheimatet. Basel-Stadt weist mit 42,9 Stiftungen auf 10’000 Einwohner:innen nach wie vor die höchste Dichte an Stiftungen auf. Am tiefsten ist die Stiftungsdichte im Aargau mit 6,7 pro 10’000 Einwohner:innen. Der Tätigkeitsradius der Stiftungen verteilt sich zu 51,6 Prozent auf die regionale und lokale Wirkung. In den Stiftungsräten ist die Übernahme mehrerer Mandate selten. Nur 0,1 Prozent der Stiftungsrät:innen haben mehr als fünf Mandate. 92,4 Prozent aller Mitglieder von Stiftungsräten haben nur ein Mandat. Insgesamt 70’434 entfallen auf 63’672 Personen. Da nur 18,3 Prozent der Stiftungen über eine Geschäftsführung eingetragen haben, fallen für die Stiftungsräte auch operative Aufgaben an.

Die diesjährige Ausgabe des Stiftungsreports widmet seinen Schwerpunkt dem wirksamen Handeln. Der Fokus auf Projekte mit einem organisationsorientierten Blick stosse immer mehr an seine Grenzen. Für den systemischen Wandel braucht es jetzt die Orientierung an den gesellschaftlichen Zielen. Damit verändert sich auch die Aufgabe der Stiftungen. Sie agieren als Koordinatorinnen oder können die Bedingungen für das gemeinsame Handeln gestalten. Weil systemischer Wandel kaum durch einzelne Akteur:innen entstehe, verlagere sich die Förderung auch stärker auf Netzwerke und Ökosysteme.

Hier gehts zum Stiftungsreport 2026

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