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Prompt der Woche: Matching prüfen

Mit «Matching überprüfen» lässt sich einschätzen, wie gut zwei Organisationen zueinander passen. Der Prompt hilft Nonprofits und Förderorganisationen, eine mögliche Förderung, Partnerschaft oder Zusammenarbeit schneller und nachvollziehbarer zu prüfen.

Spheriq verbindet die Perspektive der Nonprofits und jene der Funder. Im Kern unterstützt die Plattform das Matching zwischen den beiden Seiten. Entsprechend ist auch für die neue Spheriq AI ein Prompt ganz besonders wichtig: «Matching überprüfen».

Wie gut passen zwei Stiftungen zusammen?  

Der Prompt ist also nützlich für Nonprofits, die auf dem Profil einer Förderorganisation prüfen möchten, ob diese für eine Förderung infrage kommt. Ebenso unterstützt er Förderorganisationen, die auf dem Profil einer Nonprofit-Organisation mögliche Projektpartner oder Gesuchstellerinnen aus Scouting-Perspektive beurteilen möchten.

Das Resultat ist natürlich weder eine Förderzusage noch ein Vorentscheid, sondern eine begründete Ersteinschätzung: Wie gut passen die beiden Organisationen zusammen? Wo gibt es deutliche Unsicherheiten? Und lohnt sich hier eine vertiefte Prüfung?

Was Spheriq AI tut 

Der Prompt wird auf dem Organisationsprofil der Gegenseite gestartet, in unserem Beispiel der BEYOUND FOUNDATION. Spheriq AI erkennt dadurch den Kontext: Wer fragt? Welche Organisation wird betrachtet? Geht es um Fundraising, Scouting oder eine mögliche Zusammenarbeit?

Anschliessend vergleicht Spheriq AI sämtliche verfügbaren Informationen beider Seiten. Hier wird also auch das Profil der suchenden Organisation einbezogen, in unserem Fall die Stiftung Klangwelt Toggenburg. Zu den einbezogenen Informationen gehören Themenbereiche, Zielgruppen, Wirkungsgebiete, weitere Profilangaben und – falls vorhanden – eine detaillierte Förderlogik auf der Funder-Seite. Ebenfalls mit eingeschlossen werden zur Verfügung gestellte Dokumente wie Jahresberichte oder Förderstrategien, die als PDFs in den Profilen ergänzt werden können.

Als erstes gibt die KI einen «Fit»-Wert in einer übersichtlichen Sterne-Logik wieder. Auch der «Hope»-Wert der Gegenorganisation wird abgebildet (zu Fit & Hope siehe den Hintergrundartikel zu den Schüsselkonzepten in Spheriq AI). Zudem entsteht eine Einschätzung, die nicht nur sagt, ob etwas passt, sondern auch warum. Die KI listet entweder Pro- und Contra-Argumente auf, also was für und was gegen eine nähere Zusammenarbeit oder Förderung spricht. Liegt eine detaillierte Förderlogik vor, dann ist die Einschätzung noch detaillierter und Spheriq AI bewertet die zentralen Kriterien einzeln. So ist auf den ersten Blick erkennbar, ob hier ein Match realistisch ist oder nicht.

Vereinfacht gesagt arbeitet die Pipeline (siehe unser Hintergrundartikel) also in mehreren Schritten: Sie ordnet als erstes die Anfrage ein, klärt Ausgangspunkt und Ziel, ruft anschliessend die relevanten Daten aus den Profilen ab, prüft die verfügbare Evidenz noch einmal und formuliert erst danach die Antwort.

Richtig einsetzen

Damit «Matching überprüfen» gut funktioniert, braucht es eine solide Basis. Der Prompt sollte direkt auf dem Organisationsprofil der Gegenseite gestartet werden – auf dem Profil einer Förderorganisation, wenn ein Nonprofit eine mögliche Förderung prüft, oder auf dem Profil eines Nonprofits, wenn eine Förderorganisation eine Organisation aus Scouting-Perspektive beurteilt. Er funktioniert dann besonders gut, wenn dieses Profil gut bestückt ist. Ebenso wichtig ist es aber, das eigene Organisationsprofil detailliert auszustatten.

Das bedeutet: Je besser die eigenen Profilinformationen gepflegt sind, desto aussagekräftiger wird die Einschätzung. Besonders wichtig sind klare Angaben zu Zweck, Tätigkeiten, Themenbereichen, Zielgruppen, Wirkungsgebiet, aktuellen Schwerpunkten und Projekten. Bei Förderorganisationen erhöht eine hinterlegte Förderlogik die Qualität der Antwort deutlich, weil Spheriq AI dann nicht nur grobe Überschneidungen, sondern konkrete Kriterien prüfen kann.

Fehlen wichtige Informationen, benennt Spheriq AI diese Lücken aktiv. Ein zurückhaltendes Resultat bedeutet also nicht automatisch, dass keine Passung besteht. Es kann auch zeigen, dass die verfügbare Evidenz noch nicht ausreicht.

Nutzen können den Prompt ausschliesslich Organisationen. Einzelpersonen verfügen auf Spheriq nicht über ein Organisationsprofil. Entsprechend fehlt der KI auch die Grundlage, um einen Profil-Match zu überprüfen. Für den Einbezug von Fit, Hope und Förderlogik ist ein Spheriq-Zugang auf Pro-Stufe zudem Voraussetzung.

Im Alltag 

Im Fundraising kann «Matching überprüfen» helfen, eine lange Liste möglicher Förderorganisationen zu priorisieren. Ein Nonprofit befindet sich beispielsweise auf dem Profil einer Stiftung und möchte wissen, ob sich hier eine vertiefte Recherche lohnt. Spheriq AI prüft dann, ob Themen, Zielgruppen und Wirkungsgebiet übereinstimmen und ob vorhandene Förderkriterien zur eigenen Organisation oder zum Projekt passen.

Das hilft, schneller zu entscheiden: Lohnt sich hier ein genauer Blick oder gar eine Erstanfrage? Gibt es offensichtliche Ausschlüsse? Oder ist eine andere Förderorganisation vielleicht erfolgversprechender?

Auch im Scouting kommt der Prompt zum Einsatz. Eine Förderorganisation stösst auf das Profil eines Nonprofits und möchte einschätzen, wie gut diese zur eigenen Förderpraxis passt. Spheriq AI liefert dafür eine strukturierte Orientierung und macht sichtbar, welche Punkte für eine weitere Prüfung sprechen und welche offen bleiben.

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