Der neue WWF-Biodiversitätsbericht 2026 zeigt: Das Artensterben schreitet weiter voran, auch in der Schweiz. Doch gezielte Schutzmassnahmen machen Hoffnung. Sie zeigen, dass sich bedrohte Tierbestände erholen können. Entscheidend sind langfristiges Engagement, wirksame Massnahmen und die Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Auch die Philanthropie kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Die Schweiz ist keine Musterschülerin
Die Schweiz gilt als Land der intakten Berglandschaften und vielfältigen Naturräume. Doch das Bild trügt: Rund ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten in der Schweiz ist vom Aussterben bedroht. Auch zahlreiche natürliche Lebensräume stehen unter Druck. Der aktuelle WWF-Bericht führt vor Augen, wie dringend der Schutz der Biodiversität ist.
Die Ursachen sind vielfältig. Intensive Landwirtschaft, zerschnittene Lebensräume, Umweltbelastungen und der Klimawandel setzen der Natur zu. Hinzu kommen politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die den Schutz der Biodiversität erschweren. Dabei geht es um weit mehr als den Erhalt einzelner Arten. Biodiversität ist die Grundlage funktionierender Ökosysteme und damit auch für unsere Ernährung, Gesundheit und wirtschaftliche Stabilität unverzichtbar.
Die gute Nachricht: Natur kann sich erholen
Trotz der alarmierenden Entwicklung gibt es Grund zur Zuversicht. Rund die Hälfte der weltweit untersuchten Wildtierpopulationen ist stabil oder wächst. Gezielte Schutzmassnahmen können negative Entwicklungen also umkehren.
Ein Beispiel findet sich an der Hasliaare im Berner Oberland. Dank der Renaturierung des Gewässers und einer verbesserten Restwasserführung erholen sich dort die Bestände der Seeforelle. Die Fische finden wieder geeignete Bedingungen zum Laichen. Auch die Rückkehr des Fischotters in die Schweiz zeigt, was möglich ist, wenn Lebensräume aufgewertet und Gewässer ökologisch verbessert werden. Solche Erfolge verdeutlichen, dass langfristiges Engagement Wirkung entfalten kann. Davon profitiert nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch. So können renaturierte Flüsse gleichzeitig einen besseren Hochwasserschutz bieten.
Gemeinsam mehr für die Biodiversität bewirken
Das Artensterben ist kein unausweichliches Schicksal. Doch um die biologische Vielfalt langfristig zu schützen, braucht es mehr als einzelne Massnahmen. Hier kann die Philanthropie einen wichtigen Beitrag leisten. Stiftungen und gemeinnützige Organisationen können innovative Naturschutzprojekte fördern, die Wiederherstellung von Lebensräumen unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft stärken. Entscheidend ist dabei nicht allein die Höhe der eingesetzten Mittel, sondern ihre langfristige Wirkung. Die Schweizer Stiftungslandschaft bietet grosses Potenzial, Wissen, Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln.
Auf Spheriq wird dieses Engagement sichtbar: Entdecken Sie Organisationen und Projekte, die sich für den Erhalt der Biodiversität einsetzen. Oder werden Sie selbst Teil des Trendnetzwerks Biodiversität. Der Beitritt ist kostenlos und ermöglicht es, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen, Wissen auszutauschen und neue Impulse zu gewinnen.

