{"id":4273,"date":"2019-02-05T04:00:13","date_gmt":"2019-02-05T04:00:13","guid":{"rendered":"http:\/\/wp-phi-18-2.home.fhlb.ch\/?p=4273"},"modified":"2021-10-04T16:11:45","modified_gmt":"2021-10-04T14:11:45","slug":"die-schweiz-ein-kosmos-der-privatmuseen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/die-schweiz-ein-kosmos-der-privatmuseen\/","title":{"rendered":"Die Schweiz \u2013 ein Kosmos der Privatmuseen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Das j\u00fcngste Museum in der Schweiz, dem Land mit der weltweit h\u00f6chsten Museumsdichte, ist seit Anfang Jahr f\u00fcr das Publikum ge\u00f6ffnet: Das <a href=\"http:\/\/www.muzeumsusch.ch\/d\/\">Muzeum Susch<\/a>\u00a0im Unterengadin verdankt seine Existenz (und seine Schreibweise) der polnischen Unternehmerin und M\u00e4zenin Grazyna Kulczyk. In einem Geb\u00e4ude, das fr\u00fcher als Kloster und dann als Brauerei diente, und im herausgesprengten Felsen nebenan schuf sie eindr\u00fcckliche R\u00e4ume f\u00fcr ihre Sammlung. Diese legt den Fokus auf konzeptuelle und feministische Kunst sowie auf das Kunstschaffen aus Ost- und Mitteleuropa. Diese Kreation ist Best\u00e4tigung daf\u00fcr, dass das Engadin auch als Standort interessanter Museen sowie bedeutender Privatsammlungen und Kunstgalerien eine wichtige Kulturlandschaft darstellt. <\/em><\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"private-kunstsammlungen-in-der-schweiz-rahmenbedingungen-mit-anziehungskraft\"  class=\"wp-block-heading\">Private Kunstsammlungen in der Schweiz &#8211; <strong>Rahmenbedingungen mit Anziehungskraft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcndung dieses Privatmuseums in Susch ist zudem ein Beweis f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t der Schweiz f\u00fcr private Kulturinitiativen, insbesondere im Bereich der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Unter uns gesagt: Selbstverst\u00e4ndlich h\u00e4ngt die Standortattraktivit\u00e4t unseres Landes auch mit der steuerlichen Abzugsf\u00e4higkeit von Einlagen von Kunstwerken (und anderen Sachwerten) in Stiftungen seit der letzten Stiftungsrechtsrevision von 2006 zusammen. Fakt ist, dass Kunstwerke von Milliardenwert dauerhaft und nie mehr herausl\u00f6sbar im Eigentum von Stiftungen privatrechtlicher oder \u00f6ffentlich-rechtlich organisierter Museen lagern. Freilich gilt es zu beachten, dass nicht gar alle Sammlungen, die mit dem Etikett \u00abStiftung\u00bb verbunden sind, tats\u00e4chlich im Eigentum einer Stiftung sind. In vereinzelten F\u00e4llen ist bloss der Museumsbetrieb in eine Stiftung ausgelagert, und die Kunstwerke sind im Eigentum des Sammlers oder der Sammlerin verblieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Kunstsammlungen in Privatmuseen \u2013 meistens fokussiert auf bestimmte Epochen oder Gattungen \u2013 sind starke Zeugnisse f\u00fcr die Vorlieben einzelner Philanthropen und nat\u00fcrlich Ausdruck von individueller Grossz\u00fcgigkeit. Sie sind zudem Spiegel eines Wertegef\u00fcges bestimmter Gesellschaftskreise, wie \u00fcbrigens des Sozialprestiges, welches Bildende Kunst auch heutzutage bringen kann. Derartige Haltungen scheinen auch der <a href=\"https:\/\/www.fondazionegeiger.org\/de\/\">Fondazione Culturale Hermann Geiger<\/a>\u00a0der GABA-Miterbin und Philanthropin Sibylle Piermattei Geiger eigen zu sein. In Basel m\u00f6chte sie gem\u00e4ss neuester <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/regional\/basel-baselland\/raeume-gesucht-basler-millionen-erbin-will-neue-kunstausstellungen\">Medienberichte<\/a>\u00a0ein Nischenmuseum einrichten \u2013 vorl\u00e4ufig noch ohne konkretisierte Ausstellungsthemen, sondern einzig mit dem Anspruch, mittels Gratiseintritt einen niederschwelligen Zugang zu k\u00fcnstlerischen Inhalten zu erm\u00f6glichen. Man kann gespannt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein in den letzten 25 Jahren, seit 1994, wurden gem\u00e4ss der brandneuen Auflage des Schweizer Museumsf\u00fchrers etwa 50 Museen oder museums\u00e4hnliche Strukturen in der Sparte der Bildenden Kunst privat gegr\u00fcndet, n\u00e4mlich von Einzelpersonen, von privatrechtlichen Stiftungen oder von Firmen. Nicht ganz allen Privatmuseen ist ein dauerhafter Erfolg beschieden. Im letzten Vierteljahrhundert sind n\u00e4mlich auch vereinzelte Museen wieder eingegangen, wegen unzureichender Mittelausstattung oder mangels Besucherzuspruchs. Eines davon ist die Stiftung f\u00fcr Eisenplastik Sammlung Dr. Hans Koenig in Zollikon des gleichnamigen Eisenh\u00e4ndlers, die 2011 aufgegeben wurde. Ein anderes ist die <a href=\"https:\/\/hawk-purple-g47k.squarespace.com\">Villa Flora<\/a>\u00a0in Winterthur, die zwischen 1995 und 2014 als privates Museum f\u00fcr die Sammlung Hahnloser mit schweizerischer und franz\u00f6sischer Malerei vor und nach 1900 gef\u00fchrt wurde. 2022 soll sie im Netzwerk des eben neu formierten Kunst Museum Winterthur wiederer\u00f6ffnet werden. Die Privatmuseumsszene ist sowieso in kontinuierlicher Bewegung, was manchmal auch ein Zeichen daf\u00fcr ist, dass optimistische Szenarien bei einer Museumsgr\u00fcndung den Praxistest nicht immer bestehen. Und dass neue Rezeptionsgewohnheiten des Kunstpublikums nach neuen Strukturen rufen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"planeten-trabanten\"  class=\"wp-block-heading\"><strong>Planeten \u2013 Trabanten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ernst Beyeler hatte Anfang der 1990er Jahre ein \u00abTrabanten-Modell\u00bb studiert, eine Pr\u00e4sentation seiner bedeutenden Sammlung von Kunst der Klassischen Moderne in r\u00e4umlicher unmittelbarer N\u00e4he des Kunstmuseums Basel. Sein Museum sollte aber nicht bloss ein \u00abMond\u00bb sein. Er entschied sich deshalb gegen einen \u00abBeyeler-Wing\u00bb und f\u00fcr ein eigenst\u00e4ndiges Museum \u2013 in Riehen, einem Vorort von Basel. Dort wurde das ikonische Museumsgeb\u00e4ude von Renzo Piano von 1997 ein Mitausl\u00f6ser des anhaltenden Erfolgs der <a href=\"https:\/\/www.fondationbeyeler.ch\">Fondation Beyeler<\/a>, die das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz geworden ist. Und es spricht f\u00fcr die Qualit\u00e4t der F\u00fchrungsstrukturen in der Nachfolge des verstorbenen Museumsgr\u00fcnders, dass das bestehende Museum mit einem Erg\u00e4nzungsbau von Peter Zumthor auf einem Nachbargrundst\u00fcck nun selbst einen markanten <a href=\"https:\/\/www.fondationbeyeler.ch\/erweiterungsprojekt\/\">Erg\u00e4nzungsbau<\/a>\u00a0als Trabanten erhalten wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf einen etwas anderen Weg verschlug es das <a href=\"https:\/\/www.zpk.org\">Zentrum Paul Klee<\/a>\u00a0in Bern von 2005, das ausser dem Entwerfer seines Museumsbaus mit der Fondation Beyeler wenige Gemeinsamkeiten hat. Kopfgeburt eines dominant auftretenden, branchenfremden M\u00e4zens, des Chirurgen und Orthop\u00e4den Maurice E. M\u00fcller, erf\u00fcllt das ZPK die anspruchsvolle Aufgabe als monographisches K\u00fcnstlermuseum. 2016 wurde es \u00fcber eine Dachstiftung mit dem Kunstmuseum Bern verbunden. Weitere private K\u00fcnstlermuseen versuchen, ihrem anspruchsvollen Profil als Einthemenmuseum etwas zu entfliehen, indem sie ihren eigenen K\u00fcnstler in Dialog mit anderen setzen. Kein anderes Haus tut es so inspiriert wie das <a href=\"https:\/\/www.tinguely.ch\/de.html\">Museum Tinguely<\/a>\u00a0(1997) \u2013 mit den Millionen seiner Gr\u00fcnderin F. Hoffmann-La Roche AG im R\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"zentrifugal-peripetal-synergetisch\"  class=\"wp-block-heading\">Z<strong>entrifugal \u2013 peripetal \/ synergetisch<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Es kommt mir vor, als ob im Sonnensystem unserer Museen folgende Gravitationsverh\u00e4ltnisse herrschen: Staatliche Museen oder durch \u00f6ffentlich-rechtliche Konstrukte finanzierte Museen sind Planeten, die Privatmuseen sind Monde oder dann Meteoriten, die von den Planeten einverleibt werden. Ich bin mir bewusst, dass dieses Bild die Komplexit\u00e4t unserer Museumslandschaft nicht gen\u00fcgend differenziert spiegelt \u2013 insbesondere nach dem Studium von Claudio Beccarellis Grundlagenwerk \u00fcber die \u00abFinanzierung von Museen\u00bb (2005). Aber es ist schon: Bisweilen suchen privat initiierte Museen die frequenzsteigernde N\u00e4he von \u00f6ffentlichen Museen. Gut zu beobachten ist das am Quai von Lugano, wo sich in unmittelbarer N\u00e4he des Museo d&#8217;arte della Svizzera italiana MASI im neuen LAC die <a href=\"http:\/\/www.collezioneolgiati.ch\/?lang=2&amp;language=En\">Collezione Giancarlo e Danna Olgiati<\/a> (2012) und die <a href=\"http:\/\/www.fondazionebraglia.ch\">Fondazione Gabriele e Anna Braglia<\/a>\u00a0(2014) mit ihren jeweiligen Ausstellungsr\u00e4umen festgesetzt haben.<br>In einigen F\u00e4llen ist der \u00dcberlebenskampf als unabh\u00e4ngiges Privatmuseum so hart oder die Gravit\u00e4t eines Grossmuseums so anziehend, dass sich sogar gestandene Privatmuseen wie die <a href=\"http:\/\/www.sammlung-im-obersteg.ch\">Sammlung Imobersteg<\/a>\u00a0oder die B\u00fchrle-Sammlung entschieden haben, auf ihre r\u00e4umliche Unabh\u00e4ngigkeit zu verzichten und sich quasi einverleiben lassen. Erstere hat 2004 ihren eher peripheren Standort in Oberhofen am Thunersee aufgegeben und ist ins Kunstmuseum Basel eingezogen. Die <a href=\"https:\/\/www.buehrle.ch\">Stiftung Sammlung E. G. B\u00fchrle<\/a>\u00a0in Z\u00fcrich verl\u00e4sst ihre Historismus-Villa und wird nach sechzig Jahren 2020 ins dann er\u00f6ffnende neue Kunsthaus von David Chipperfield umziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Beginn weg eine differenzierte L\u00f6sung hat die <a href=\"https:\/\/www.hiltiartfoundation.li\">Hilti Art Foundation<\/a>\u00a0im liechtensteinischen Vaduz (2015) gew\u00e4hlt: Sie hat unmittelbar neben das Kunstmuseum Liechtenstein, von dem her es unterirdisch zug\u00e4nglich ist, einen freistehenden Museumskubus hingestellt (wie das bestehende Haupthaus ebenfalls von Meinrad Morger entworfen).<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn f\u00fcr Privatmuseen die Finanzmittel und das Besucheraufkommen nicht ausreichend verf\u00fcgbar sind, dann bieten sich solche eben geschilderte Kooperationen an. Wichtig ist dabei, dass bei derartigen Shop-in-shop-Modellen resp. Rucksack-L\u00f6sungen das jeweilige Privatmuseum auch als Juniorpartner ein fein austariertes Profil und eine erkennbare Identit\u00e4t entwickeln kann. Schliesslich sollen sich nicht nur Synergien ergeben, sondern echte Win-Win-Situationen.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"lonely-planets\"  class=\"wp-block-heading\"><strong>Lonely Planets <\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Ein rechter Teil der Privatmuseen lebt (oder \u00fcberlebt) fernab von nennenswerten Gravitationsfeldern und gr\u00f6sseren Besucherstr\u00f6men: in der Kulturprovinz, wo sie wertvolle Kunstvermittlung betreiben. Oft darben sie dort aber wegen zu geringer Mittelausstattung, und sie sp\u00fcren \u00fcber sich das Damoklesschwert m\u00f6glicher K\u00fcrzungen oder Streichungen \u00f6ffentlicher Subventionen. Denn in den meisten F\u00e4llen ist der Betrieb eines mit privaten Sammlungen resp. Geldmitteln aufgebauten Museums ohne die Beitr\u00e4ge der Kommunen, der Kantone und in vereinzelten F\u00e4llen des Bundes gar nicht m\u00f6glich. Dem feinen <a href=\"https:\/\/www.kunstzeughaus.ch\">Kunst(zeug)haus<\/a>\u00a0in Rapperswil, einer Gr\u00fcndung des Wirtschaftsanwalts und Kunstsammlers Peter Bosshard von 2008, h\u00e4tte das St. Galler Kantonsparlament vor etwa zwei Jahren beinahe den finanziellen Stecker gezogen. In sichereren H\u00e4nden ist das <a href=\"http:\/\/kunstmuseumappenzell.ch\/home\/\">Kunstmuseum Appenzell<\/a>\u00a0von 1998 mit seiner Sammlung, ebenso sein Trabant <a href=\"http:\/\/www.h-gebertka.ch\/haeuser\/kunsthalle-ziegelhuette\/architektur\/\">Kunsthalle Ziegelh\u00fctte<\/a>\u00a0von 2003: Sie stehen unter der fachlichen und finanziellen Obhut der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell.<\/p>\n\n\n\n<h2 id=\"hybride\"  class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00abHybride\u00bb<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Schnittmengen von Sammlungen und Museen: auf die Hybride. Dass L\u00f6sungen, die wir als \u00abHybride\u00bb bezeichnen, sogar Museumsprobleme beheben k\u00f6nnen, demonstriert das Beispiel der <a href=\"https:\/\/werner-coninx-stiftung.ch\">Stiftung von Werner Coninx<\/a>\u00a0aus der Tagesanzeiger-Herausgeberfamilie, welche ihren Museumsbetrieb nicht nachhaltig finanzieren konnte. Nach einem kompletten Strategiewechsel im Jahr 2016 fungiert die Stiftung nun haupts\u00e4chlich als Dauerleihgeberin der riesigen Sammlung von Kunst an diverse Schweizer Kunstmuseen, was sich als L\u00f6sung zu bew\u00e4hren scheint.<\/p>\n\n\n\n<p>In solchen \u00abparamuseale Strukturen\u00bb arbeiten weitere bedeutende private Kunstsammlungen. Das von der Philanthropin und Roche-Erbin Maja Oeri 2003 f\u00fcr die Kunstbest\u00e4nde der Emanuel Hoffmann Stiftung kreierte <a href=\"https:\/\/www.schaulager.org\">Schaulager\u00ae<\/a>\u00a0in M\u00fcnchenstein bei Basel ist den l\u00e4ngeren Teil des Jahres Depot und Studiensammlung und nur w\u00e4hrend der Sommermonate \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliches Museum. Offensichtlich ist diese Institution nicht auf eine Maximierung ihrer Besucherzahlen aus.<br>Museums\u00e4hnlich eingerichtet \u2013 aber ganz ohne Kassah\u00e4uschen \u2013 ist die Sammlung der Unternehmerin <a href=\"https:\/\/www.bilanz.ch\/people\/lebenswerk-einer-kunstsammlerin-349519\">Esther Grether<\/a>\u00a0in der Basler Altstadt, wo sie quasi als \u00abPool\u00bb f\u00fcr den internationalen Kunstausstellungsbetrieb (2000) dient. Von daher kommt es, dass man in Sonderausstellungen auf den Legendenetiketten die \u00abEsther Grether Family Collection\u00bb als Leihgeberin lesen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Am industriell gepr\u00e4gten Stadtrand von Basel arbeiten der K\u00fcnstler und Sammler Urs Raussm\u00fcller mit seiner Frau Christel und einem kleinen Team in den <a href=\"https:\/\/raussmueller.org\">Rausm\u00fcller Hallen<\/a> (2014) mit ihrer nicht \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Sammlung mit Kunst aus der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, mit der sie unter anderem Sonderausstellungen mit ihren Leihgaben beschicken.<\/p>\n\n\n\n<p>Gespannt kann man sein wie sich die <a href=\"https:\/\/skkg.ch\">Stiftung f\u00fcr Kunst, Kultur und Geschichte SKKG<\/a>\u00a0des Winterthurer Immobilieninvestors Bruno Stefanini entwickelt. Vor wenigen Monaten haben Bundesgerichtsentscheide endlich Klarheit in die Leitungsstrukturen der Stiftung geschaffen, und nach dem k\u00fcrzlich erfolgten Tod des Stifters d\u00fcrfte das Stiftungsverm\u00f6gen nochmals kr\u00e4ftig anwachsen. Diese beiden Entwicklungen wecken hohe Erwartungen an die begonnene Professionalisierung bei der Pflege dieser wichtigen Kunstsammlung. als begr\u00fcndet erscheinen. Die Stiftung selber verf\u00fcgt \u00fcber einen Immobilienbestand, der hoffen l\u00e4sst, dass die bedeutendsten Teile ihrer Sammlung dereinst auch \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht werden. Vorderhand geschieht das noch \u00fcber Dauerleihgaben an Museen und Ausleihen an Sonderausstellungen. Angesichts ihrer betr\u00e4chtlichen Kunstbest\u00e4nde und Mittelausstattung hat die Sammlung der SKKG das Potential eines \u00abJupiters\u00bb innerhalb des Planetensystems der Schweizer Privatmuseen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Foto: \u00abBauten des Muzeum Susch\u00bb von Benno Schubiger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das j\u00fcngste Museum in der Schweiz, dem Land mit der weltweit h\u00f6chsten Museumsdichte, ist seit Anfang Jahr f\u00fcr das Publikum ge\u00f6ffnet: Das Muzeum Susch\u00a0im Unterengadin verdankt seine Existenz (und seine Schreibweise) der polnischen Unternehmerin und M\u00e4zenin Grazyna Kulczyk. 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