{"id":19003,"date":"2026-06-09T16:52:35","date_gmt":"2026-06-09T14:52:35","guid":{"rendered":"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/?p=19003"},"modified":"2026-06-09T16:53:17","modified_gmt":"2026-06-09T14:53:17","slug":"dst-hamburg-zwischen-algorithmus-und-autonomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/dst-hamburg-zwischen-algorithmus-und-autonomie\/","title":{"rendered":"DST Hamburg zwischen Algorithmus und Autonomie"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"is-style-lead wp-block-paragraph\"><strong>Der Deutsche Stiftungstag in Hamburg stand unter dem Motto\u00a0\u00abAus Freiheit handeln\u00bb. In den Gespr\u00e4chen, Panels und Werkst\u00e4tten zeigte sich, dass diese Freiheit heute nicht mehr ohne die Frage nach K\u00fcnstlicher Intelligenz zu denken ist. Denn KI ist im Stiftungssektor l\u00e4ngst nicht mehr nur ein neues Werkzeug \u2013 sie ist ein Test daf\u00fcr, wie bewusst, transparent und verantwortungsvoll Stiftungen k\u00fcnftig entscheiden wollen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Freiheit ist im Stiftungswesen ein grosses&nbsp;und wichtiges&nbsp;Wort. Stiftungen k\u00f6nnen Themen setzen, langfristig handeln und unabh\u00e4ngig von politischen Wahlzyklen oder Marktlogiken arbeiten. Genau darin liegt ihre St\u00e4rke.&nbsp;Dass&nbsp;diese Freiheit&nbsp;heute mit Blick auf das Weltgeschehen in Gefahr ist, erfahren wir t\u00e4glich. Doch das Konzept der Freiheit ist im Stiftungsalltag auch aus einem anderen Grund unter Druck: Wenn n\u00e4mlich&nbsp;Technologie Prozesse beschleunigt, Wissen verf\u00fcgbar macht, Antr\u00e4ge verbessert und Entscheidungsgrundlagen ver\u00e4ndert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large card-img-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST1-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19010\" srcset=\"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST1-300x200.jpg 300w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST1-768x512.jpg 768w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST1-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST1-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Er\u00f6ffnet den\u00a0ausgebuchten Deutschen\u00a0Stiftungstag:\u00a0ZEIT Chefredaktor Giovanni di Lorenzo. Bild\u00a0\u00a9BVDS Name\u00a0des\u00a0Fotografen: David\u00a0Ausserhofer\/Jann Wilken<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Freiheit als Motto, KI als Realit\u00e4tstest<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Deutsche Stiftungstag am 20. und 21. Mai in Hamburg&nbsp;zog&nbsp;\u00fcber 2000&nbsp;Besucher:innen&nbsp;an. Er hat den Begriff Freiheit nicht als wohlfeile Floskel verhandelt, sondern als Handlungsauftrag. Und genau deshalb war es folgerichtig, dass KI in so vielen Gespr\u00e4chen mitlief, nicht immer als Hauptthema, aber immer \u00f6fter als Hintergrund. Wer heute \u00fcber Freiheit im Stiftungssektor spricht, spricht eben auch dar\u00fcber, wie Entscheidungen heute zustande kommen. Konkret: Wie eine Organisation ihre Urteilskraft im Zeitalter von KI weiterhin in Stellung bringt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large card-img-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST2-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19007\" srcset=\"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST2-300x200.jpg 300w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST2-768x512.jpg 768w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST2-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST2-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Freiheit \u2013 ein Motto, das es in sich hat.\u00a0Bild\u00a0\u00a9BVDS Name\u00a0des\u00a0Fotografen: David\u00a0Ausserhofer\/Jann Wilken<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist keine theoretische Debatte.\u00a0Viele Panels und Beitr\u00e4ge der Tagung zeigen:\u00a0KI ist l\u00e4ngst in sehr praktischen Fragen angekommen,\u00a0beim digitalen\u00a0Gesuchsmanagement, bei datenbasierten\u00a0Ans\u00e4tzen (wie dem\u00a0<a href=\"https:\/\/kulturatlas-bayern.de\/landing\">Kulturatlas und F\u00f6rderkompass f\u00fcr Bayern<\/a>) oder\u00a0beim sicheren Einsatz generativer\u00a0KI-Modelle im\u00a0Organisationsalltag\u00a0(besonders eindr\u00fccklich hier der\u00a0Ansatz der\u00a0<a href=\"https:\/\/sptg.de\/\">Stiftung\u00a0Polytechnische Gesellschaft<\/a>, Frankfurt am Main). Und generell bei der Frage, wie aus verstreutem Wissen eine belastbare Entscheidungsgrundlage wird\u00a0(etwa bei der\u00a0<a href=\"https:\/\/buergerstiftung-hamburg.de\/\">B\u00fcrgerstiftung Hamburg<\/a>\u00a0im Einsatz).\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zwischen Euphorie, \u00dcberforderung und Pragmatismus<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Stand im Sektor ist allerdings alles andere als einheitlich.\u00a0W\u00e4hrend manche\u00a0Organisationen\u00a0bereits\u00a0aktiv\u00a0mit Wissensmanagement,\u00a0KI-Assistenten\u00a0oder digitalen F\u00f6rderprozessen\u00a0experimentieren, f\u00fchren andere\u00a0noch Grundsatzgespr\u00e4che dar\u00fcber, was KI \u00fcberhaupt leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.\u00a0Oder ob man einen Einsatz \u00fcberhaupt ernsthaft pr\u00fcfen soll \u2013 oder darf.\u00a0Als Schweizer Gast musste man auch mal \u00fcber die\u00a0deutschen Nachbarn\u00a0schmunzeln: lieber\u00a0noch einmal\u00a0gr\u00fcndlich \u00fcber die Voraussetzungen sprechen,\u00a0statt\u00a0den\u00a0ersten\u00a0Prompt\u00a0vorschnell\u00a0zu schreiben.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wieder andere springen direkt in die Euphorie \u2013 und \u00fcbersehen dabei\u00a0s\u00e4mtliche\u00a0Fragen von Datenschutz, Datenqualit\u00e4t, Bias und Verantwortlichkeit.\u00a0Die\u00a0<a href=\"https:\/\/kulturator.de\/impressum\/\">Stiftung\u00a0Kulturator<\/a>\u00a0ist ein spannendes Beispiel einer jungen\u00a0und erfrischenden M\u00fcnchener\u00a0Initiative, welche als Plattform f\u00fcr viele kleine gemeinn\u00fctzige\u00a0Initiativen dient. Sie\u00a0steht exemplarisch f\u00fcr eine\u00a0agile Organisation, die mit digitalen Werkzeugen erstaunlich viel Hebel erzeugt. Umso deutlicher zeigt sich aber auch die Kehrseite: Wer schnell ins Machen kommt, muss umso bewusster kl\u00e4ren, welche Daten verarbeitet werden\u00a0und\u00a0wer Verantwortung tr\u00e4gt. Und wo\u00a0es mehr um\u00a0technische Faszination\u00a0als um echte Wirkung geht.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eigentlich geht es gar nicht nur um KI<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Genau das&nbsp;ist&nbsp;die produktivste Erkenntnis&nbsp;des Deutschen Stiftungstags 2026: Eigentlich geht es gar nicht nur um KI.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">KI ist ein Weckruf. Sie zwingt Stiftungen, sehr grundlegende Fragen neu zu stellen: Was ist eigentlich ein gutes Gesuch? Was bewerten wir \u2013 sprachliche Qualit\u00e4t oder Wirkungspotenzial? Was passiert, wenn Antr\u00e4ge professioneller formuliert sind als je zuvor, die dahinterliegenden Projekte aber nicht automatisch besser werden? Und wie unterscheiden wir k\u00fcnftig zwischen \u00fcberzeugendem Text und \u00fcberzeugender Wirkung?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade digitale Gesuchs- und F\u00f6rderprozesse machen diesen&nbsp;wunden&nbsp;Punkt sichtbar. Sie zeigen, wie sehr gute Systeme&nbsp;auch&nbsp;von guten Strukturen abh\u00e4ngen \u2013&nbsp;Strukturen, die wir nicht als einzelne Organisation, sondern nur gemeinsam als Sektor aufbauen k\u00f6nnen.&nbsp;Der&nbsp;Spheriq-Ansatz stiess entsprechend auf grosses Interesse,&nbsp;und gelegentlich&nbsp;sogar&nbsp;auf einen leicht neidischen Blick in die Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zwischen Algorithmus und Autonomie<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um genau diese Freiheit des Entscheidens im Zeitalter von KI drehte sich&nbsp;das&nbsp;Panel \u00abZwischen Algorithmus und Autonomie\u00bb. Im Zentrum standen Fragen von Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Effizienz: Stehen sie im Widerstreit? Wo gewinnen wir durch KI? Wo verlieren wir etwas? Und was ver\u00e4ndert sich, wenn F\u00f6rderentscheidungen k\u00fcnftig st\u00e4rker durch Daten, Modelle und digitale Prozesse vorbereitet werden?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Moderiert wurde das Panel von Karsten Timmer, Mitinitiator des zweiw\u00f6chentlichen\u00a0Webtalks\u00a0<a href=\"https:\/\/www.impulse-stiften.de\/\">#ImpulseStiften<\/a>\u00a0und eine pr\u00e4gende Stimme in der deutschen Stiftungsdebatte.\u00a0Er fragte\u00a0nachdenklich, ob kleinere Stiftungen durch KI noch unsichtbarer werden. Linda Rau von\u00a0<a href=\"https:\/\/joblinge.de\/\">JOBLINGE\u00a0gAG\u00a0Hanse<\/a>\u00a0ist hingegen \u00fcberzeugt: Jetzt entscheidet mehr denn je die\u00a0Wirkung\u00a0(wenn alle Antr\u00e4ge gleich gut klingen).\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Francesca Giardina von\u00a0der\u00a0<a href=\"https:\/\/app.spheriq.ch\/organisation\/stiftung-mercator-schweiz\">Stiftung Mercator Schweiz<\/a>\u00a0zeichnete bewusst die Dystopie\u00a0einer\u00a0\u00abdark\u00a0philanthropy\u00bb\u00a0im Zeitalter von KI \u2013 w\u00e4hrend\u00a0Felix Streiter von der\u00a0deutschen\u00a0<a href=\"https:\/\/www.carl-zeiss-stiftung.de\/\">Carl-Zeiss-Stiftung<\/a>\u00a0n\u00fcchtern und am Beispiel eines direkten Vergleichs feststellte, dass\u00a0KI wom\u00f6glich zu\u00a0besseren (oder einfach\u00a0auch\u00a0denselben)\u00a0F\u00f6rderentscheidungen kommt wie Menschen.\u00a0Der Tisch war damit gedeckt: Im Saal lagen keine fertigen Antworten bereit, aber ein deutliches Bild davon, wie weit die Positionen auseinandergehen \u2013 und wie dringend der Sektor gemeinsame Orientierung braucht.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Es geht um das&nbsp;Matching, nicht um den Algorithmus<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich durfte im&nbsp;Panel&nbsp;den Ansatz von&nbsp;Spheriq&nbsp;vertreten: Wir brauchen eine&nbsp;sektorweite&nbsp;Antwort.&nbsp;Also nicht noch mehr isolierte Werkzeuge \u2013 hier eine Grant-Builder-KI f\u00fcr&nbsp;Nonprofits, dort eine&nbsp;Eligibility-Check-KI f\u00fcr F\u00f6rderstiftungen. Wenn KI-generierte Gesuche k\u00fcnftig von F\u00f6rder-KI gepr\u00fcft und abgelehnt werden, ist f\u00fcr die Wirkung noch nichts gewonnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der eigentliche Engpass liegt fr\u00fcher: Wie finden passende Projekte und passende F\u00f6rderlogiken zueinander? Wie vermeiden wir unn\u00f6tige Gesuche, ohne den Zugang zu verschliessen? Wie machen wir sichtbar, was eine Organisation ausmacht,\u00a0jenseits eines gut formulierten Antragstexts?\u00a0Gerade hier k\u00f6nnte\u00a0KI\u00a0auch\u00a0spannende neue Wege er\u00f6ffnen.\u00a0Roman R\u00fcdiger von\u00a0<a href=\"https:\/\/www.anthropia.de\/\">Anthropia\u00a0<\/a>zeigte, wie deren\u00a0Startup-Inkubator die M\u00f6glichkeiten\u00a0nutzt, um niederschwellig und in Form lockerer Gespr\u00e4che jene Grundlageninformationen\u00a0bereitzustellen, die sonst in tagelanger Arbeit m\u00fchsam in ein Gesuch geschrieben werden m\u00fcssen.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier setzt&nbsp;auch&nbsp;Spheriq&nbsp;als&nbsp;digitale Infrastruktur f\u00fcr den Sektor&nbsp;an. Wenn Organisationsdaten, Projekte, F\u00f6rderlogiken, Empfehlungen, Gesuche, Scouting und Reporting besser zusammenspielen, kann Technologie das&nbsp;Matching&nbsp;erleichtern&nbsp;und&nbsp;B\u00fcrokratie&nbsp;abbauen. KI ist dabei&nbsp;nicht der Ersatz f\u00fcr Urteilskraft, sondern ein Verst\u00e4rker gut strukturierter Zusammenarbeit.&nbsp;Das Credo hinter diesem&nbsp;sektorweiten&nbsp;Ansatz: Das System Philanthropie ganzheitlich denken&nbsp;und L\u00f6sungen gemeinsam entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Governance&nbsp;statt Tool-Faszination<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignfull size-large card-img-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST3-1024x682.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-19004\" srcset=\"https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST3-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST3-300x200.jpg 300w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST3-768x512.jpg 768w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST3-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/spheriq.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/DST3.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>KI schon im Einsatz oder auf dem Pr\u00fcfstand? Am DST wurde viel und engagiert diskutiert.\u00a0Bild\u00a0\u00a9BVDS Name\u00a0des\u00a0Fotografen: David\u00a0Ausserhofer\/Jann Wilken<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die&nbsp;n\u00fcchternen Fragen&nbsp;hatten Raum am Deutschen Stiftungstag in Hamburg. Welche Daten d\u00fcrfen verarbeitet werden? Wer tr\u00e4gt Verantwortung? Wo braucht es menschliche Kontrolle? Wie werden Entscheidungen dokumentiert? Und wie verhindern Organisationen, dass Mitarbeitende l\u00e4ngst mit Schatten-KI arbeiten, w\u00e4hrend offiziell noch gepr\u00fcft wird, ob man KI \u00fcberhaupt einsetzen darf?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Christian Zappe von der Datenschutz Consulting hatte da klar die juristische Brille auf, verband das aber mit einem praktischen Ansatz. Er stellte den&nbsp;Teilnehmer:innen&nbsp;Checklisten und sogar Templates f\u00fcr Anwendungsrichtlinien zur Verf\u00fcgung, die in wenigen Schritten f\u00fcr die eigene Organisation adaptiert werden k\u00f6nnen. Aus rechtlicher Sicht, aber auch aus Sicht der Organisationsentwicklung, ist KI also ein&nbsp;Governance-Thema. Es braucht Leitplanken und klare Regeln. Und Ausbildung: Der&nbsp;AI Act&nbsp;schreibt f\u00fcr den europ\u00e4ischen Raum (aktuell also noch nicht f\u00fcr die Schweiz) eine entsprechende regelm\u00e4ssige Ausbildung von Mit<s>er<\/s>arbeitenden vor, wenn in deren Organisation KI zum Einsatz kommt.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gute KI-Nutzung beginnt&nbsp;also&nbsp;nicht mit Hast. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft machte eindr\u00fccklich sichtbar, wie wichtig stabile Daten, klare Prozesse und ein kontrollierter Aufbau sind. Und auch die Beitr\u00e4ge aus dem Civic Data Lab erinnerten daran, dass es nicht immer die grosse KI braucht. Oft beginnt der echte Nutzen schon dort, wo Daten besser auffindbar, verst\u00e4ndlich und&nbsp;praktisch&nbsp;nutzbar werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Freiheit, besser zu entscheiden<\/strong>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Deutsche Stiftungstag hat gezeigt: KI ist im Stiftungssektor angekommen \u2013 aber&nbsp;l\u00e4ngst nicht \u00fcberall, nicht \u00fcberall gleich und nicht \u00fcberall mit demselben Vorzeichen.&nbsp;KI ist&nbsp;weniger eine Antwort als eine Frage.&nbsp;Sie zwingt den Sektor, F\u00f6rderprozesse, Machtverh\u00e4ltnisse und Entscheidungslogiken offenzulegen&nbsp;und zu reflektieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade deshalb ist sie als Thema so produktiv. Sie&nbsp;fordert&nbsp;Stiftungen&nbsp;dazu auf, \u00fcber ihre Freiheit nachzudenken. Nicht abstrakt, sondern ganz praktisch.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Deutsche Stiftungstag in Hamburg stand unter dem Motto\u00a0\u00abAus Freiheit handeln\u00bb. In den Gespr\u00e4chen, Panels und Werkst\u00e4tten zeigte sich, dass diese Freiheit heute nicht mehr ohne die Frage nach K\u00fcnstlicher Intelligenz zu denken ist. 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